{"id":7643,"date":"2016-04-05T06:50:18","date_gmt":"2016-04-05T10:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/english\/?page_id=7643"},"modified":"2019-04-30T11:44:09","modified_gmt":"2019-04-30T16:44:09","slug":"die-christliche-ehe-und-familie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/ressourcen\/das-christliche-familienleben\/die-christliche-ehe-und-familie\/","title":{"rendered":"DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE"},"content":{"rendered":"\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-4r1zzv-b6eb66f187f47f2201c509ad41def1e5\">\n.avia-image-container.av-4r1zzv-b6eb66f187f47f2201c509ad41def1e5 img.avia_image{\nbox-shadow:none;\n}\n.avia-image-container.av-4r1zzv-b6eb66f187f47f2201c509ad41def1e5 .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-4r1zzv-b6eb66f187f47f2201c509ad41def1e5 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-0  el_before_av_textblock  avia-builder-el-first '   itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" class='wp-image-14892 avia-img-lazy-loading-not-14892 avia_image ' src=\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/03\/DIE-CHRISTLICHE-EHE-UND-FAMILIE2-1200x430.jpg\" alt='DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE' title='DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE2'  height=\"430\" width=\"1200\"  itemprop=\"thumbnailUrl\"  \/><\/div><\/div><\/div>\n<section  class='av_textblock_section av-222hjv-5c33ba065af0c6da74028e0f8f7d7e5b '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p><b>DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE<\/b><\/p>\n<p>Wir wollen hier \u00fcber die christliche Ehe nachdenken. Gott selbst hat sie sich ausgedacht. Und wir wollen miteinander betrachten, was eine christliche Ehe und eine christliche Familie ausmacht. Was bedeutet es in Gottes Augen, Mann und Frau zu sein? Welche Aufgaben hat jedes Familienmitglied? Wie stellt sich nach der Bibel die Sicht der Dinge und die Verantwortlichkeit jedes einzelnen im Familienverband dar? Beginnen wir da, wo Gott selbst begonnen hat. Wir nennen es \u201eEhe\u201c.<\/p>\n<p>Auch nach dem S\u00fcndenfall ist uns die im Garten Eden gestiftete Ehe (1. Mose 2, 21-25) als Gottesgeschenk erhalten geblieben. Ihr Stifter hatte sie als vollste, reichste und begl\u00fcckendste Erf\u00fcllung des Lebens auf dieser Erde gedacht. Wenn dem nicht so ist, dann liegt es nicht an der Institution Ehe selbst, sondern an denen, die sich leichtfertig auf sie einlassen, ohne danach zu fragen, worauf es zu ihrem Gelingen ankommt. In der Tat hat die Ehe in Gottes Plan eine solche Bedeutung, dass er sie im Epheserbrief mit der Kirche vergleicht. In Epheser 5,23-25.28 hei\u00dft es: \u201eDer Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, er, der Retter des Leibes. Aber wie sich nun die Gemeinde Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren M\u00e4nnern. Ihr M\u00e4nner, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst f\u00fcr sie hingegeben hat&#8230;So sollen auch die M\u00e4nner ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.\u201c Die Gemeinde soll die Familie widerspiegeln und die Familie die Gemeinde.<\/p>\n<p><b>Was gilt es vor der Ehe zu bedenken?<\/b><\/p>\n<p>Es gibt mannigfache Erwartungen an die Ehe. Manche heiraten aus falschen Motiven, etwa: k\u00f6rperliche Anziehung, finanzielle Sicherheit, Geborgenheit, sexuelle \u00dcbereinstimmung, Freiheit von den Eltern, Flucht aus einem schlimmen Elternhaus, schwaches Selbstwertgef\u00fchl, Anerkennung &#8230; die Liste lie\u00dfe sich endlos fortsetzen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter aber kommen diese Motive an die Oberfl\u00e4che und f\u00fchren zu einer Gef\u00e4hrdung der Ehe. Beide, Mann und Frau, sollten vor der Eheschlie\u00dfung einander r\u00fcckhaltlos offen und ehrlich begegnen. Sie sollten einander in aller Freiheit fragen, wie es um soziale, geistliche oder k\u00f6rperliche Dinge oder auch Sachverhalte, die die Vergangenheit des anderen betreffen, bestellt ist. Ehrlichkeit ist eine gute Grundlage f\u00fcr eine gelingende Ehe. In der Tat muss jede Liebesbeziehung den \u201eTest der Zeit\u201c bestehen, ebenso wie den einer gelegentlichen r\u00e4umlichen Trennung. Das ist eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr das Erkennen des Willens Gottes. Eine Zeit der Trennung erf\u00fcllt das Herz mit gr\u00f6\u00dferer Liebe, entweder f\u00fcr den, den man heiraten will, oder f\u00fcr einen anderen Menschen. So ist der \u201eZeittest\u201c f\u00fcr eine Beziehung von \u00e4u\u00dferster Wichtigkeit.<\/p>\n<p>Gottes Plan sah vor, dass eine Reihe unserer pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse im Rahmen der Ehe zu ihrem Recht kommt, zum Beispiel das Bed\u00fcrfnis nach Partnerschaft, Familie, gesellschaftlicher Akzeptanz, sexueller Erf\u00fcllung. \u201eDarum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die beiden werden ein Fleisch sein\u201c (Epheser 5,31). Mit der Ehe wollte Gott dem Menschen Zufriedenheit, Gl\u00fcck und Wohlbefinden angedeihen lassen. Sie ist Teil seines urspr\u00fcnglichen Plans und kein Beziehungsmuster, das sich etwa mit der Zeit entwickelt h\u00e4tte. Sie ist kein Brauch, der sich in den fr\u00fchen Zeiten des Menschengeschlechts einfach so ergeben h\u00e4tte. Sie ist auch nicht einfach eine von Menschen erdachte Partnerschaft auf Zeit. Sie ist vielmehr g\u00f6ttlichen Ursprungs, von Gott als Teil seiner guten Sch\u00f6pfung zu einem lebenslangen Miteinander und F\u00fcreinander bestimmt. \u201eWas Gott zusammengef\u00fcgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden\u201c (Markus 10,9). Im Rahmen der Ehe treten Mann und Frau nach dem g\u00f6ttlichen Vorsatz in eine k\u00f6rperliche und seelische Beziehung und genie\u00dfen das Vorrecht, der Welt Kinder zu schenken.<\/p>\n<p>Auf der ganzen Welt gibt es keine so enge und heilige Beziehung wie die Ehe. Sie ist von ganz anderer Beschaffenheit als die Beziehung eines Kindes zu Vater oder Mutter. Unser Heiland selbst hat angeordnet, dass ein Mann Vater und Mutter verl\u00e4sst und seiner Frau anhangt (1. Mose 2,24). Das ist nicht so zu verstehen, dass ein Mann Vater oder Mutter vernachl\u00e4ssigen soll &#8211; weit gefehlt. Es bedeutet vielmehr, dass die Ehebeziehung und die ehelichen Verpflichtungen an erster Stelle stehen. Von der Stunde an, in der ein Mann und eine Frau am Traualtar stehen, ist es ihre gr\u00f6\u00dfte Pflicht, f\u00fcreinander da zu sein.<\/p>\n<p>Der Geistliche, der die Trauung vornimmt, soll sich der Tragweite der gottesdienstlichen Handlung voll bewusst sein. Das Zeremoniell hat nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine \u00fcber die irdische Dimension hinausreichende Bedeutung, so dass eine oberfl\u00e4chliche oder rein routinem\u00e4\u00dfige Amtshandung abzulehnen ist. Im Eheschluss werden Herz und Leben zweier Menschen zusammengef\u00fcgt, so dass sie f\u00fcr ihre ganze Lebenszeit eins sind. Das war Gottes urspr\u00fcnglicher Plan f\u00fcr die Ehe vor dem S\u00fcndenfall. \u201eDarum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein\u201c (1. Mose 2,24). Die Eins ist die einzige nicht teilbare Zahl.<\/p>\n<p>Nachstehend ein bekanntes Zitat, das Gottes Sicht der Ehe verdeutlicht: \u201eWenn Gott wollte, dass die Frau \u00fcber den Mann herrscht, h\u00e4tte er sie aus Adams Kopf genommen. Wenn er sie als seine Sklavin gedacht h\u00e4tte, h\u00e4tte er sie seinen F\u00fc\u00dfen entnommen. Aber Gott nahm die Frau aus der Seite des Mannes, damit sie ihm eine Gehilfin und ihm gleich sei\u201c (Kirchenvater Augustinus).<\/p>\n<p><b>Versprechen<\/b><\/p>\n<p>Die Ehe ist ein Band, das nur vom Tod aufgel\u00f6st werden kann. Im Mittelpunkt der Trauzeremonie steht der Bund zwischen zwei Menschen, die eine beiderseitige Willenserkl\u00e4rung abgeben und sich geloben, einander \u201ezu lieben, zu ehren und f\u00fcreinander zu sorgen, bis dass der Tod uns scheidet\u201c. Die Brautleute verpflichten sich, einander zur Seite zu stehen, was immer die Zukunft auch bringen mag, \u201ein guten und b\u00f6sen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, in \u00dcberfluss und Mangel.\u201c Diese beiden Menschen stehen vor Gott und gehen einen Bund ein, den nur der Tod aufl\u00f6sen kann. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass die Engel im Himmel ihren Gesang verebben lassen und in heiligem Stilleschweigen vor dem Wunder stehen, dass zwei Menschen sich das Jawort geben und einander die H\u00e4nde zum gottgewollten Lebensbund reichen. Die Trauung ist eine so heilige und inhaltsschwere Handlung, dass Christen sich der Heiligkeit des Geschehens voll bewusst sein sollten. Hier gilt es sich vor Leichtfertigkeit zu h\u00fcten!<\/p>\n<p>Wie geht es mit diesen beiden Menschen weiter, wenn ihre Ehe der von Gott gedachte Segensweg sein soll? Was sollen sie in ihren Herzen tragen? Was wird diese ihre eingegangene Verbindung durchtragen? Wird sie von Eingehen aufeinander oder von Konflikten gepr\u00e4gt? Betrachten wir einige dieser Fragen und Aspekte.<\/p>\n<p><b>Anpassungsf\u00e4higkeit und Verst\u00e4ndnis<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Geistlichen ist nachstehende Erkenntnis nicht neu: wenn zwei Menschen eine Lebensgemeinschaft eingehen, prallen unweigerlich zwei Welten aufeinander. Jeder von uns hat seine pers\u00f6nliche Lebensgeschichte, kommt aus seiner jeweiligen Familie, ist seinen Temperamenten unterworfen und stellt eine eigene Pers\u00f6nlichkeit dar. Hier ist viel Anpassungsarbeit zu leisten, und Herz und Verstand m\u00fcssen zusammenwirken, um die beiden immer mehr zusammenwachsen zu lassen. Ihnen bleibt nicht verborgen, dass M\u00e4nner und Frauen sehr unterschiedlich denken. Es gibt Dinge, die f\u00fcr eine Frau \u00e4u\u00dferst wichtig sind und dem Mann gar nichts bedeuten, und andere, die dem Mann viel bedeuten und f\u00fcr die Frau keinerlei Rolle spielen. Und man wird sehr bald die Entdeckung machen, dass Gewohnheiten, Geschm\u00e4cker und Neigungen doch verschiedener sind, als es in den sch\u00f6nen Tagen des Verliebtseins und Werbens m\u00f6glich schien. Wenn beide gleich w\u00e4ren, dann w\u00fcrde die Ehe bald langweilig werden. Gott schuf uns unterschiedlich, damit wir in dem Ma\u00dfe, in dem wir reifen, einander erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Der beste Weg, diesen Anpassungsprozess zu bewerkstelligen, ist das h\u00e4ufige Aussprechen folgender drei S\u00e4tze: \u201eEs tut mir leid!\u201c; \u201eVergib mir!\u201c und \u201eIch habe dich lieb!\u201c. Und hier ist ein Merksatz, der dies verst\u00e4rkt: \u201eDarum, liebe Br\u00fcder, jeder Mensch sei schnell zum H\u00f6ren, langsam zum Reden, langsam zum Zorn\u201c (Jakobus 1,19). Bei Gewahrwerden so vieler Unterschiede verlieren Eheleute mitunter den Mut und kommen zum Schluss, dass ihre Heirat ein gro\u00dfer Fehler gewesen sei. Wir k\u00f6nnen uns nicht der Erkenntnis verschlie\u00dfen, dass die Ehe Opferbereitschaft und Anpassung aneinander erfordert. Man vergisst allzu leicht, wie sch\u00f6n die Zeit der jungen Liebe vor der Ehe war. Um es noch einmal zu verdeutlichen: die Ehe ist ein g\u00f6ttlicher Plan, der aus zwei Leben eins macht, und wenn man sich dies Tag f\u00fcr Tag vor Augen h\u00e4lt, dann setzt ein Reifeprozess ein, und man erg\u00e4nzt einander immer mehr. Jemand hat gesagt: \u201eDu wirst nie einen Menschen richtig kennenlernen, bis du mit ihm zusammen lebst, und dieses Einanderkennenlernen macht das Reizvolle des Ehelebens aus.\u201c<\/p>\n<p>Lassen Sie mich veranschaulichen, wie dies alles vonstatten geht. Haben Sie schon einmal an der Stelle gestanden, an der zwei Fl\u00fcsse zusammenflie\u00dfen? Vielleicht f\u00fchrte der eine schlammiges und der andere klares Wasser. Am Zusammenfluss der beiden Gew\u00e4sser zeigt sich eine klare Trennungslinie. Das tr\u00fcbe Wasser hebt sich deutlich vom klaren Wasser ab. Wenn man nun den Flusslauf weiter verfolgt, wird man mit Erstaunen feststellen, dass nach einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzen Strecke alle Unterscheidungsmerkmale verschwunden sind. Die beiden Gew\u00e4sser sind vollst\u00e4ndig vereinigt. Nicht anders ist es mit der Ehe. Die Einheit und das Zusammenwachsen kann nicht erzwungen werden &#8211; es kommt fast unmerklich Schritt f\u00fcr Schritt. Ja, es kommt, und das gemeinsame Leben beider wird inniger, tiefergehend und st\u00e4rker, als wenn keine Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden gewesen w\u00e4ren. Beide haben einen \u201emoralischen Sieg&#8220; \u00fcber sich selbst errungen, und das im Herrn Jesus eins gewordene Leben beider wird einem still und friedlich dahinflie\u00dfenden Strom gleich zu einem wundervollen Miteinander gelangen.<\/p>\n<p>Zuweilen wird der Teufel inmitten unserer Frustration und Selbstsucht versuchen, die Beziehung zu zerst\u00f6ren. Christliche Eheleute sollten \u00fcbereinkommen, ein Wort niemals zu erw\u00e4gen oder im Mund zu f\u00fchren: das Wort \u201eScheidung\u201c. Scheidung ist niemals die Antwort. Es ist die L\u00fcge des Teufels, dich glauben zu machen, dass durch Scheidung alle Probleme gel\u00f6st werden. Wenn ihr Gottes Willen gesucht habt und er euch zusammengef\u00fchrt hat, dann werdet ihr es mit seiner Gnade und F\u00fchrung und kraft deiner eigenen Beharrlichkeit schaffen. Wenn ihr dann Jahre sp\u00e4ter zur\u00fcckschaut, werdet ihr das Band wahrer ehelicher Liebe verstehen und euch an der wundervollen Beziehung, die euch geschenkt ist, freuen. Alles, wessen es bedarf, ist ein kleines St\u00fcck weitsichtig-weiser Geduld. Wenn beide geduldig und einf\u00fchlsam miteinander umgehen, dann kommt es immer mehr zur Einheit in der Zweisamkeit, und ihr werdet innewerden, dass die Ehe f\u00fcr Menschen, die im Zentrum des Willens Gottes leben, das Sch\u00f6nste ist, was es auf Erden an Beziehungen geben kann.<\/p>\n<p><b>Konsequenz<\/b><\/p>\n<p>Eine Ehe zu gr\u00fcnden ist nicht leicht. Es gilt weniger an Gl\u00fcck zu denken und mehr an den eher n\u00fcchternen Ehealltag. Wenn sich ein Wissenschaftler auf Jahre in seinem Forschungslabor vergr\u00e4bt, wenn ein Kind behindert zur Welt kommt und das Herz einer Mutter schwer ist, dann ist die Frage nach ihrem Gl\u00fcck fehl am Platz und unpassend dazu.<br \/>\nDie Ehe ist eine Aufgabe, die durchgestanden sein will. Wer sich auf sie einl\u00e4sst, muss zuvor genau hinschauen, und wer sich schlussendlich entschieden hat, bleibt mit ganzer Konsequenz \u201eauf Posten\u201c. Keiner Ehe ist von vornherein das Gelingen in die Wiege gelegt, und keine ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.<\/p>\n<p>Niemand hat ein Recht auf Gl\u00fcck, wenn er nicht bereit ist, es durch Hingabe, Mut und Operbereitschaft zu gewinnen. Diese drei genannten Tugenden bringen das Gl\u00fcck und die Freude, die Gott denen zugedacht hat, die durch den Ehebund in Ihm eins werden. \u201eOrdnet euch einander unter in der Furcht Christi\u201c (Epheser 5,21). Gl\u00fcck l\u00e4sst sich nicht erhaschen; es ist wechselhaft wie der Wind. Gl\u00fcck erw\u00e4chst aus dem Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Willen nach seinem Wort. \u201eDenn Gott ist&#8217;s, der beides in euch wirkt, das Wollen und das Vollbringen, zu seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und viel Aufhebens\u201c (Philipper 2,13.14). F\u00fcr christliche Eheleute bedeutet die Ehe ein neues Leben in Zweisamkeit.<\/p>\n<p>Wenn es in der Ehe in erster Linie um Gl\u00fcck geht, dann wird dieses sich dem Zugriff entziehen und entschwinden. Wenn sich aber Mann und Frau f\u00fcr das Abenteuer Ehe r\u00fcsten, indem sie sich in Hingabe, Geduld und Vergebungsbereitschaft \u00fcben und entschlossen sind, das Abenteuer um jeden Preis zu einem guten Ende zu bringen, dann finden sie Gl\u00fcck und Erf\u00fcllung. Die Ehe ist ein Gnadenmittel und kein Mittel zum Zweck eines seichten Gl\u00fccks. Man kann sie mit einem Dreieck vergleichen. Die beiden unteren Ecken sind Sie und Ihr Ehegatte; die Spitze des Dreiecks ist Gott. Wenn Sie sich Gott n\u00e4hern, kommen auch Sie beide einander automatisch n\u00e4her, und wenn Sie einander nahekommen, dann kommen Sie automatisch auch Ihm n\u00e4her und d\u00fcrfen Nehemia 8,10 erfahren (\u201eDie Freude am Herrn ist eure St\u00e4rke\u201c).<\/p>\n<p><b>H\u00f6flichkeit und Liebensw\u00fcrdigkeit<\/b><\/p>\n<p>Als Eheleute erinnern Sie sich sicher daran, wie es vor der Ehe war, wie aufmerksam der andere war. Sie \u00fcberboten sich gegenseitig, um dem anderen zu gefallen. Nach der Hochzeit aber neigen wir dazu, den \u201ekleinen Aufmerksamkeiten\u201c nicht mehr diese Bedeutung beizumessen. Worte, wie \u201eIch liebe dich!\u201c, \u201eIch danke Gott f\u00fcr dich!\u201c, \u201eDu bist etwas ganz Besonderes!\u201c und \u00e4hnliche liebevolle Worte werden immer weniger ausgesprochen. Die kleinen Liebensw\u00fcrdigkeiten, die so viel f\u00fcr Herz und Gem\u00fct und das gemeinsame Gl\u00fcck bedeuten, lassen nach. Nat\u00fcrlich betrifft das beide Seiten. Frauen sind hier oft genauso nachl\u00e4ssig wie M\u00e4nner. Der Punkt ist, dass diese Worte und Ermutigungen f\u00fcr eine gelingende Ehe einfach notwendig sind. Achten Sie darauf, das diese Feinheiten im Umgang miteinander bewahrt bleiben.<\/p>\n<p>Wir sind einander mit liebenden Herzen zugetan, doch Liebe ist verletzlich und kann Lieblosigkeit, die ihr entgegengebracht wird, nicht auf Dauer standhalten. Gerade ein Herz, das f\u00fcr den anderen schl\u00e4gt, ist umso sensibler gegen\u00fcber derartigem Verhalten. Herzensliebe ist fest und treu und dennoch einer zarten Pflanze gleich, die nicht ohne den Tau und Sonnenschein z\u00e4rtlicher und liebevoller Zuwendung auskommt. Es gibt keine Herzen, die sich so sehr nach Freundlichkeit, Zuneigung und Aufmerksamkeit sehnen, wie Herzen, die in ehelicher Liebe miteinander verbunden sind. Viele Ehen sind hier gescheitert. \u201eMeine Kindlein, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit\u201c (1. Johannes 3,18).<\/p>\n<p><b>Gemeinsame Ausrichtung<\/b><\/p>\n<p>Wie leicht k\u00f6nnen selbst Herzen, die einander in Liebe zugetan sind, sich mit der Zeit voneinander entfernen. Vor der Ehe waren beide emsig darauf bedacht, dem anderen Liebes zu erweisen. Nichts war ihnen zu viel. Nach der Hochzeit aber fordert der Alltag sein Recht. Auf den Mann warten die beruflichen Pflichten; die Frau versieht den Haushalt, versorgt die Kinder und nimmt ihre Verpflichtungen im sozialen Bereich wahr. Oft unmerklich lebt man sich auseinander, und Missverst\u00e4ndnisse sind zunehmend an der Tagesordnung, weil die Interessen so weit auseinander liegen.<\/p>\n<p>Doch es kann auch ganz anders laufen. Wir kennen z.B. ein pr\u00e4chtiges Ehepaar; beide haben ein schier unglaubliches Tagespensum zu bew\u00e4ltigen. Dennoch achten sie sorgf\u00e4ltig darauf, dass sie trotz ihrer Pflichten Zeit f\u00fcreinander und miteinander haben. Sie lesen zusammen. Sie befassen sich sich mit den Problemen und Herzensanliegen des anderen. Sie gehen zusammen zum Gottesdienst und pflegen das gemeinsame Gebet. Die Jahre haben sie zu einer v\u00f6lligen Einheit ehelicher Liebe zusammenwachsen lassen. Kein Mann ist so gro\u00df und erhaben, als dass ihm nicht die Anliegen seiner Frau am Herzen liegen m\u00fcssten. Setzt er sich dar\u00fcber hinweg, dann ist das kein Zeichen von Gr\u00f6\u00dfe, sondern von Torheit und mangelnder Sorge f\u00fcr den kostbarsten Schatz, den Gott ihm gegeben hat. Die Ehe ist mehr, als den \u201erichtigen\u201c Menschen zu finden &#8211; es geht darum, der \u201erichtige\u201c Mensch zu sein. Hierzu m\u00fcssen beide die rechte Beziehung zu Jesus Christus zu haben. Daraus erw\u00e4chst die rechte Beziehung zueinander. Lesen Sie hierzu das 13. Kapitel des 1. Korintherbriefes.<\/p>\n<p><b>Vermeidung von Missverst\u00e4ndnissen\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Wer meint, es m\u00fcsse ausgeknobelt werden, wer den ersten Schritt zur Vers\u00f6hnung tut oder das erste Wort der Entschuldigung findet, ist auf dem Holzweg. Wahrer Liebe ist dies fremd. Nur ein Narr kommt auf derlei Gedanken. Wenn es im Laufe des Tages b\u00f6se Worte gegeben hat, dann sollte schnellstm\u00f6glich dar\u00fcber gesprochen werden. Nachstehend folgt eine gute Regel f\u00fcr eine Situation, in der beleidigende oder zornige Worte im Raum stehen: \u201eZ\u00fcrnt ihr, so s\u00fcndigt nicht; lasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen\u201c (Epheser 4,26). Gehen Sie, ehe Sie am Abend Ihre Augen schlie\u00dfen, sicher, dass alles, was zwischen Ihnen und Ihrem Ehegatten steht, ausger\u00e4umt ist. Die Worte \u201eEs tut mir leid!\u201c bringen Herzensfrieden und sind ein sanftes Ruhekissen. Wahre Liebe freut sich, bei der Vergebung der Erste zu sein. Falscher Stolz ist in einer Ehe fehl am Platz. Er w\u00e4re vor der Ehe nicht angebracht gewesen und nun nicht weniger.<\/p>\n<p><b>\u201eO selig Haus, wo man DICH aufgenommen &#8230;\u201c<\/b><\/p>\n<p>Jesus Christus und die Bibel im Tageslauf au\u00dferachtzulassen, ist ein verh\u00e4ngnisvoller Fehler. Jesus selbst hatte kein eigenes Zuhause, aber er liebte die H\u00e4uslichkeit und war gerne hier und da zu Gast. Seine Gegenwart im Haus ist unabdingbar. Jesus liebt Ihr Zuhause und m\u00f6chte gerne zu jeder Zeit ein willkommener Gast sein. Lassen Sie nie eine Situation im Haus oder in Ihrer Beziehung zu, in der es Ihnen unangenehm w\u00e4re, ihn als Gast bei sich zu haben. Ohne ihn kann es keine tiefe und bleibende Liebe geben. Man kann sich mehr oder weniger arrangieren, auch in Frieden miteinander leben, aber ohne die bleibende Gegenwart des Gottessohnes fehlt Entscheidendes im Haus. Das Herz des Hauses ist die Frau, das Haupt des Hauses der Mann, das Haupt des Mannes Christus, das Haupt Christi Gott. \u201eIch lasse euch aber wissen, dass Christus eines jeden Mannes Haupt ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau, und das Haupt Christi ist Gott\u201c (1. Korinther 11,3).<\/p>\n<\/div><\/section>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":14892,"parent":4940,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-7643","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v24.8 (Yoast SEO v24.8.1) - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE - BBN<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/ressourcen\/das-christliche-familienleben\/die-christliche-ehe-und-familie\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/ressourcen\/das-christliche-familienleben\/die-christliche-ehe-und-familie\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"BBN\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/BBNGerman\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2019-04-30T16:44:09+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/03\/DIE-CHRISTLICHE-EHE-UND-FAMILIE2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"628\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:image\" content=\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/03\/DIE-CHRISTLICHE-EHE-UND-FAMILIE2.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@BBNDeutsch\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"16\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/ressourcen\/das-christliche-familienleben\/die-christliche-ehe-und-familie\/\",\"url\":\"https:\/\/bbn1.bbnradio.org\/german\/ressourcen\/das-christliche-familienleben\/die-christliche-ehe-und-familie\/\",\"name\":\"DIE CHRISTLICHE EHE UND FAMILIE - 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